Am Freitagmorgen ging es pünktlich um 8:00 Uhr in den Wald, Reisig und Birken für die Motivwägen holen. Außerdem wurden wie immer zwei große Fichten geholt und an der Kanzel im Bachring aufgestellt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war noch einiges zu erledigen. Parre und Gleckner hatten um 16:00 Uhr einen Termin bei Bürgermeister Jörg Lautenschläger, es gehört zur Tradition die Kerbredd vorzulegen. Erst wenn er das OK gibt, darf diese sonntags so vorgetragen werden. Um 19:30 Uhr startete das Kerbkranzwickeln. Als dieser dann fertig war und aufgehängt wurde, hat man gemeinsam das Kerblied angestimmt. Gänsehaut, wenn Jung und Alt singen: „Die Brenner Kerb iss do…“
Mit DJ Hollywood feierten wir bis in die Morgenstunden.

Der Samstag verläuft für „Außenstehende“ eher ruhiger. Die Mottowägen werden fertig gebaut oder zum Teil erst angefangen zu bauen, je nachdem was das Thema hergibt. Außerdem wird die Zuggenehmigung geschrieben. Die schwarzen Schilder, die vorne am Traktor und hinten am Hänger befestigt sind, wurden beschriftet und verteilt. Abends war erneut die Coverrockband „Daily Friday“ im Bürgerhaus zu Gast und sorgte für super Stimmung.

Der Sonntag gilt als der wichtigste Tag der Brenner Kerb. Morgens machen sich die Ausscheller auf den Weg und verkünden dass endlich wieder Kerb ist. Der Job wurde dieses Mal von zwei Mädels übernommen und mehr als gut gemacht. Als Trump und Merkel verkleidet zogen sie von Haus zu Haus. Mit einem Kanonenschlag begann um 13:30 Uhr der Umzug, der durch seine Vielfalt jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Brandau lockt. Anschließend wurde die Kerbredd von Parre und Gleckner auf dem Vordach des Rathauses vorgetragen. Man ließ den Tag gemütlich in der einen oder anderen Kneipe ausklingen und feierte bis spät in die Nacht, z.B. mit dem „Eightteam“. Der Kerbsonntag fand seinen Abschluss mit den Worten: „Weil‘s so schön war noch einmal, DJ Römerberg im Underground“. Damit ist eigentlich alles gesagt.

Unter Kennern gilt der Kerbmontag als der schönste Tag, denn dort wird von früh bis spät in den Kneipen gefeiert. Nach dem man in allen Kneipen den Frühschoppen mitgenommen hat und eine Runde Autoscooter auf dem Kerbplatz gefahren ist, ging der Tag gemächlich mit einer Discoparty und „DJ 4 Finger Joe“ in der Pizzeria bei Johann zu Ende. Getreu dem Motto: „Wenn das Blumenbeet zum Dancefloor wird“.

Am Dienstag war dann schon wieder alles vorbei. Die Kerborganisation ist damit beschäftigt, die Spuren der vergangenen Tage zu beseitigen. Abends wurde gemeinsam die Kerb verbrannt und somit zu Grabe getragen. Für viele ein sehr emotionaler Moment, wenn der Kranz angezündet wird. Beim abschließenden Heringsessen wird die Kerbredd nochmals vorgetragen und man blickt auf ein paar schöne Tage zurück.

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